Beatrix und Johannes Küpperfahrenberg erhalten das Bundesverdienstkreuz. Sie werden am 24. September 2026 in der Hattinger Henrichshütte vom Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier für ihr Engagement in den vielen Jahren der Leitung der Afrika-HilfeStiftung ausgezeichnet. In der Begründung heißt es genau: „Der große persönliche Einsatz von Beatrix und Johannes Küpperfahrenberg in Ruanda trägt dazu bei, die Entwicklung des Landes zu stärken und das Ansehen der Bundesrepublik Deutschland als verlässlichen Partner zu steigern.“ Die Projekte der Stiftung mit Sitz in Niederwenigern richten sich vor allem an verwaiste Kinder, Kinder mit Behinderungen, junge Menschen ohne familiären Rückhalt, Kriegsversehrte, alleinstehende alte Menschen und Familien in äußerster Armut. „Besonders prägend ist das Projekt der Kinderfamilien. Es führt verwaiste Kinder zu familienähnlichen Gemeinschaften zusammen und unterstützt Schulbesuch sowie Ausbildung“, heißt es in der Begründung zur Ehrung weiter.
Im Bild zu sehen sind in Ruanda (v.l.): Bea und Johannes Küpperfahrenberg, Elisabeth und ihr Mann Joseph mit dem kleinen Elias (im Hintergrund Jan Heidersdorf aus dem Beirat der Stiftung und Physiotherapeut Axel Heith aus Essen, der seit 2021 jährlich mehrere Wochen unentgeltlich im Stiftungs-Projekt „Kahebo – Sie sollen leben“ arbeitet).
Elisabeth war vor vielen Jahren mit ihren jüngeren Geschwistern im Projekt „Kinderfamilien“. Nachdem ihr Vater in Zusammenhang mit dem Genozid von 1994 Anfang der 2000er-Jahre zu einer sehr langen Gefängnisstrafe verurteilt worden war, starb ihre Mutter um 2012 und ließ Elisabeth (damals 17) mit drei jüngeren Geschwistern (15, 9 und 5 Jahre) nahezu mittellos zurück. Im Projekt Kinderfamilien konnten alle wieder zur Schule gehen, erhielten Krankenversicherung und die beiden Ältesten eine Berufsausbildung. Elisabeth erfüllte sich ihren Traum und wurde Grundschullehrerin. Heute hat sie ihre eigene Familie. Im vergangenen Jahr hörten sie vom Besuch der deutschen Gruppe in der Gegend und luden diese zu einem Besuch bei ihnen zu Hause ein. „Es ist eine Freude und ein Geschenk, auch über ein Projektende hinaus, Kontakt zu ,unseren‘ ehemaligen Kindern und Jugendlichen halten zu können“, freuen sich die Eheleute Küpperfahrenberg.