St. Engelbert wird an Architekturbüro verkauft

In der vergangenen Woche haben der Kirchenvorstand – wie auch der Pfarrgemeinderat – der katholischen Pfarrei St. Peter und Paul, Hattingen, dem Verkauf der ehemaligen Kirche St. Engelbert in Hattingen-Niederbonsfeld an das an das Architekturbüro „entwerfen + realisieren GmbH trieschmann architekten“ aus Hattingen-Niederbonsfeld zugestimmt. Zukünftig soll die im Jahr 1900 errichtete Kirche am Kressenberg als Büroraum genutzt werden.

Durch einen Glaskubus im ehemaligen Mittelschiff wird ein offener und freundlicher Bürobereich mit sechs bis sieben Arbeitsplätzen entstehen. Gleichzeitig wird der ehemalige Altarraum der Gottesdienstgemeinde eine geistliche Heimat bieten. Und für Besucher*innen, die die ehemalige Kirche besuchen wollen, steht das denkmalgeschützte Gebäude während der Bürozeiten auch weiterhin zur Besichtigung offen.

„Nach einem langwierigen Suchprozess ist die Pfarrgemeinde dankbar, mit den Architekten Trieschmann einen Investor gefunden zu haben, der diesen Ort langfristig und nachhaltig betreiben wird“, so Pfarrer Andreas Lamm und Dr. Markus Oles, stellvertretender Kirchenvorstandsvorsitzender.

Zum Hintergrund: Mit einem Pontifikalamt war die Kirche St. Engelbert am 30. Juni 2024 außer Dienst gestellt worden. Der Essener Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck hatte die letzte Heilige Messe mit Mitgliedern der Gemeinde und vielen anderen der Kirche verbundenen Menschen aus der Pfarrei und darüber hinaus gefeiert. Für Gottesdienste wurde seitdem das gegenüberliegende ehemalige Gemeindeheim genutzt, das mit Kaufvertrag von November 2025 an Familie Seidel aus Niederbonsfeld verkauft wurde und von der Familie langfristig dem Projekt „Kresse zweipunktnull“ zur Verfügung gestellt. Im Rahmen des Projekts „Dritte Orte“ und mit Förderung des Landes NRW wird das Gebäude ein Ort zum Beispiel für Kultur, Begegnung und Gemeinschaft.

Dass sich die Pfarrei von der Kirche St. Engelbert in Niederbonsfeld trennt, ist eine Entwicklung im Rahmen des Pfarreientwicklungsprozesses (PEP), der im Bistum Essen angesichts des Rückgangs von Kirchenmitgliedern/-steuern und damit geringeren finanziellen Möglichkeiten vor Ort im Jahr 2015 gestartet worden war. Im PEP hatte die Pfarrei St. Peter und Paul, Hattingen, wie alle Pfarreien im Bistum Essen, Standorte, Angebote, Strukturen und Prioritäten auch von Kirchengebäuden geprüft, mit den Gemeindemitgliedern diskutiert und per Votum über Sparmaßnahmen entschieden, zu denen auch Schließungen und Verkauf von Gebäuden gehören.

Zu den Bildern:

Der Entwurf des Architekturbüros Trieschmann, wie die Räumlichkeiten in Zukunft aussehen sollen. Visualisierung: Architekturbüro Trieschmann

 

Zurück