Eine Summe von 43.057,95 Euro haben die Hattinger Sternsingerinnen und Sternsinger am Wochenende 10. und 11. Januar zugunsten des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“ gesammelt. 227 Kinder mit fast 90 Begleiterinnen und Begleitern waren beim Dreikönigssingen in Hattingen-Mitte, Blankenstein, Niederwenigern, Welper und Winz-Baak unterwegs, brachten den Segen „C+M+B“ (Christus mansionem benedicat - Christus segne dieses Haus) zu den Menschen und baten um Spenden zugunsten des Kindermissionswerks.
Die Summe ist ein vorläufiges Ergebnis, denn weitere Spenden werden erfahrungsgemäß noch in den kommenden Tagen und Wochen per Überweisung auf den Sternsingerkonten eingehen. Im vergangenen Jahr hatte das Ergebnis am Tag nach der Aktion bei 37.284 Euro, im Jahr 2024 bei 38.410,34 Euro gelegen.
Nach weiteren Zahlen ihrer Sternsingeraktion vom Wochenende gefragt, gibt es in St. Peter und Paul, Hattingen-Mitte, von Sternsinger-Koordinatorin Charlotte Döppers folgende Liste unter anderem zur Verpflegung der 58 Kinder und 18 Begleiterinnen und Begleiter: „4,5 Kilo Nudeln, 6 Liter Tomatensauce, 7 Kilo Graupensuppe, 10 Kilo Chilli sin Carne, gefühlt 8394-mal das Sternsingerlied gesungen und bestimmt 14 Nasen fast abgefroren.“
In Heilig Geist, Winz-Baak, ist Sternsingerkoordinatorin Andrea Plewnia gerührt von den Reaktionen. „Dadurch, dass wir in diesem Jahr mit einer Vielzahl von Kindern und Betreuern unterwegs waren, konnten wir an vielen zusätzlichen Türen klingeln – also zusätzlich zu denen, die schon vorher Besuchswünsche eingereicht hatten, und solchen, die erkennbar den Segens-Türstreifen aus dem Vorjahr an ihrem Haus hatten. Und es haben sich so viele Menschen über unseren Besuch gefreut, das ging bis hin zu Tränen in den Augen.“ 20 Mädchen und Jungen und 10 Betreuerinnen und Betreuer waren hier im Einsatz.
In St. Joseph, Welper, waren zwölf Kinder mit sechs Begleitern unterwegs und besuchten mehr als 200 Adressen.
Fast immer bekommen die Sternsingerinnen und Sternsinger neben den Spenden von vielen Menschen auch Süßigkeiten geschenkt. In St. Mauritius, Niederwenigern, kamen neben 21.607,76 Euro an Spenden deshalb bei der Sammlung der 123 Kinder (und 46 Begleiter*innen) acht Kisten an Süßigkeiten zusammen. „Und ein von einem Kind einer besuchten Familie selbst gemaltes Buch“, wie Simon Lachnit berichtet. Alle teilnehmenden Kinder nahmen von den Süßigkeiten einen ordentlichen Teil mit nach Hause. Bleibt aber noch ein großer Teil, „der in den kommenden Tagen an die Tafel geht“.
Das Kindermissionswerk und das Motto 2026
„Schule statt Fabrik – gegen Kinderarbeit“ – unter diesem Motto machen das Kindermissionswerk und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) mit der Aktion 2026 auf ein Thema aufmerksam, das nicht nur im Beispielland Bangladesch, sondern in vielen Ländern der Erde eine himmelschreiende Ungerechtigkeit darstellt.
„Millionen Kinder auf der Welt gehen nicht zur Schule. Statt Lesen zu lernen, Sport zu treiben oder mit Freunden zu spielen, müssen sie hart arbeiten – oft in staubigen Fabriken oder auf gefährlichen Baustellen. Das ist ungerecht. Denn jedes Kind hat ein Recht auf Bildung, auf Spiel und auf eine sichere Kindheit. So steht es in den Kinderrechten der Vereinten Nationen“, sagt Pfarrer Dirk Bingener, Präsident des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“.
Weitere Informationen unter:
https://www.sternsinger.de/sternsingen/
(Foto: Sternsinger St. Mauritius)